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6 Planung der Unterrichtsentwicklung

Bei der Umsetzung des Schulprogramms stellt sich die entscheidende Frage: Wie kann gewährleistet werden, dass wir das, was wir an Ideen und Konzepten entwickelt haben, auch konkret umsetzen?

Visionen und Vorstellungen setzen sich nicht von allein um. Handlungskonsequenzen können wir nur erreichen, wenn die Umsetzung methodisch abgesichert erfolgt.

Für jedes Schuljahr treffen wir daher in der Lehrer*innenkonferenz eine Zielvereinbarung mit der entsprechenden Handlungsplanung für die Schulprogrammarbeit und evaluieren diese schulintern sowie mit der Schulaufsicht.

„Unter Evaluation versteht man in der Schulpädagogik die Überprüfung aller schulrelevanten Zusammenhänge auf Grund einer systematischen Sammlung, Analyse und Bewertung dazu erhobener Daten und Informationen. Evaluation ist demnach so etwas wie die Rechenschaftslegung einer Institution und ihrer Interaktionen.“ (Wiater)

An der GGS Lindlar-Ost sind sich Kollegium und Elternschaft zudem einig über die Wichtigkeit von verschiedenen Evaluationen. Folgende interne und externe Überprüfungsmaßnahmen sind an der GGS Lindlar-Ost etabliert:

6.01 Interne, kollegiale Unterrichtshospitationen

Die Kolleg*innen hospitieren gegenseitig im Unterricht, gestützt auf EMU (Evidenzbasierte Methoden der Unterrichtsdiagnostik und -entwicklung), ein Projekt der Universität Koblenz- Landau sowie der Kultusministerkonferenz.

Die folgenden Leitsätze beschreiben die Zeile von EMU:Kriterienorientierte Reflexion eigenen oder fremden Unterrichts

- Datenbasierter kollegialer Austausch über Unterricht im bewertungsfreien Raum als Grundlage für die gezielte Weiterentwicklung des Unterrichts,
- Erweiterung des eigenen Handlungsrepertoires durch kriteriengeleitete Beobachtung,
- Bewusstmachung eigener subjektiver Theorien und Urteilsgewohnheiten,
- Sensibilisierung für die klasseninterne Vielfalt von Lernvoraussetzungen,
- Verständigung über ein gemeinsames Bild von Unterricht im Team oder Kollegium sowie
- Stärkung der unterrichtsbezogenen Kooperation durch „Öffnung der Klassenzimmertüren”.
Aus organisatorischen Gründen war eine systematische Durchführung nicht durchgängig möglich. Ab Winter 2015/16 soll EMU gezielt durchgeführt werden.

Als weiteres Ziel soll die Sichtbarmachung des Lehrens und Lernens durch Schüler*innenfeedback hinzu genommen werden.

6.02 Interne Mitarbeiter*innengespräche

Die Schulleitung führt mit jeder Lehrkraft jährlich ein Mitarbeiter*innengespräch auf Basis einer vorher gemeinsam festgelegten Gesprächsstruktur durch. Gesprächsergebnisse sind integrativer Bestandteil der Personal- und Schulentwicklung.

6.03 Interne, standartisierte Überprüfungen

Die zu unseren Lehrwerken Flex und Flo bzw. Flex und Flora gehörenden Diagnosehefte und der Stolperwörterlesetest nach Metze sind verbindliche Evaluationsinstrumente, um unsere Arbeit zu überprüfen. Letzterer findet regelmäßig gegen Ende des Schuljahres in allen Klassen statt.

6.04 Interne Eltern- und Schüler*innenbefragung

Seit 2011 führt die GGS Lindlar-Ost in den 3. und 4. Schuljahren im Abstand von zwei Jahren eine Umfrage sowohl unter Eltern als auch unter den Schüler*innen durch.

Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Kolleg*innen und Eltern, wertet die Ergebnisse aus. Im Fokus steht zunächst eine Würdigung der Ergebnisse. Anschließend legt diese Arbeitsgruppe künftige Handlungsfelder und angestrebte Entwicklungen fest. Diese werden in der INFO der Schulgemeinde zugänglich gemacht. Angestrebt ist eine jährliche Wirksamkeitsprüfung in der Schulpflegschaft sowie in der Lehrer*innenkonferenz. Eine weitere Möglichkeit der Überprüfung könnte z.B. im Rahmen unserer jährlichen öffentlichen Talkrunde: „Wie klappt es eigentlich mit...?“ sein.

6.05 Externe, standartisierte Überprüfungen

Die Ergebnisse der VERA-Arbeiten der 3. Schuljahre dienen den Kolleg*innen als wichtige Evaluationsgrundlage zur Standortbestimmung schulischer Leistungen sowie zur Verbesserung des Unterrichts. Die Auswertungen werden nach Stärken und deren möglichen Ursachen, den Schwächen und deren möglichen Ursachen sowie den sich daraus ergebenden Konsequenzen erarbeitet. Wichtig ist nicht nur die generelle Einschätzung der Klassen, sondern auch das Erreichen der Kompetenzstufen der einzelnen Schüler*innen bei den unterschiedlichen Aufgaben(-bereichen). Hieraus schließen die Kolleg*innen auf die jeweilige Förderung jedes einzelnen Kindes.