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4 Öffnung nach innen

4.01 Unterrichtsformen

Im Unterricht gestalten wir Lernsituationen so, dass sie die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und -fähigkeiten der Schüler*innen berücksichtigen und zugleich Gelegenheiten gemeinsamen Lernens eröffnen. Neben lehrerzentrierten Phasen arbeiten wir in offenen Unterrichtsformen wie Freiarbeit, Tages- und Wo-chenplan, Lernplan, Werkstattunterricht, Lernen an Stationen und Projektunter-richt. Die Schüler*innen sollen so Fähigkeiten entwickeln, sich für Inhalte und Methoden, für Sozialformen beim Lernen, für den Arbeitsplatz bzw. -mittel zu entscheiden und ihre Arbeiten selbst zu kontrollieren und so die Verantwortung für ihr Lernen übernehmen. In unserem Konzept zum selbstständigen Lernen und Handeln wird dies näher aufgeschlüsselt (s. Anhang).

4.02 Rechtschreiben

Die deutsche Schrift ist eine an Lauten ausgerichtete Buchstabenschrift. Die rechtschriftlichen Regelungen machen das Geschriebene eindeutig. In der deut-schen Rechtschreibung gibt es drei Gruppen von Regelungen, die aufeinander aufbauen. Es sind Regelungen, die verschiedene Kompetenzen erfordern:
1. Lautkompetenz (Laut-Buchstaben-Zuordnung)
2. Wortkompetenz (Wortarten, Wortstammprinzip)
3. Satzkompetenz (Grammatikalische Struktur, Satzzeichen)
Entsprechend verändert sich die Qualität des Schreibens auf diesen drei Ebenen.
Ein Kind lernt also richtig, wenn es
- lesbar schreiben kann,
- die Laute heraushören und die richtigen Buchstaben zuordnen kann,
- die Lautfolgen in eine korrekte Buchstabenfolge überträgt,
- lang und kurz geschriebene Vokale unterscheiden kann und die regelhafte Schreibung bei lang gesprochenem "i" und nach kurz gesprochenen Vokalen beachtet,
- die Wortarten kennt und die Schreibung der verschiedenen Wortarten be-achtet,
- weiß, dass der Wortstamm auch in Ableitungen erhalten bleibt,
- zusammengesetzte Wörter in ihre Bestandteile zerlegen kann,
- sinnvolle (grammatisch richtige) Sätze bilden kann,
- Satzzeichen richtig setzen kann,
- die Schreibung der Wörter im Textzusammenhang beachten kann und
auf unbekannte Wörter aufmerksam wird und sie im Wörterbuch nach-schlagen kann.
Ziel des Rechtschreibunterrichts ist es, diese grundlegenden Fähigkeiten Schritt für Schritt zu vermitteln. Das gelingt besonders gut, wenn es möglich ist, bei den Kindern eine Zielmotivation aufzubauen. Dies und die konsequente Rückmeldung über Lernfortschritte sind Grundlage für jedes selbstständige Lernen.
Wie wir dies im Unterricht umsetzen, ist unserem Rechtschreibkonzept (siehe Anhang) zu entnehmen.

4.03 LRS-Förderung

An der GGS Lindlar-Ost werden neben den allgemeinen Fördermaßnahmen zu-sätzliche Fördermaßnahmen im Rahmen der LRS-Förderung angeboten.

Diese sind über die Stundentafel hinaus für Kinder, deren Leistungen in Lesen und Rechtschreiben über mindestens drei Monate den Anforderungen nicht ent-sprechen. Im Einvernehmen mit den Erziehungsberechtigten werden 1 bis 3 För-derstunden in Gruppengrößen von bis zu 10 Kindern zum Schulhalbjahr durch die Schulleitung eingerichtet.

Besondere Festlegungen im Rahmen des Nachteilsausgleiches können auf An-trag der Eltern mit der Schulleitung und der Klassenkonferenz vereinbart werden.

4.04 Lesekompetenz

Lesen ist eine universelle Kulturtechnik, die eine aktive Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben einer modernen Gesellschaft ermöglicht. Eine erfolgreiche Le-sesozialisation beginnt bereits im Vorschulalter in der Familie. Im Einklang mit der Forschungsliteratur wird Lesen in PISA als aktive Auseinandersetzung mit Texten gesehen. Die Verstehensleistung stellt eine Konstruktionsleistung des Lesers bzw. der Leserin dar, bei der der Inhalt eines Textes aktiv mit bereits vorhandenem Wissen in Beziehung gesetzt wird. Die schulische und außerschulische Förderung der Lesekompetenz setzt unter anderem folgende Schwerpunkte: die Vermittlung von Lesestrategien zur Verbesserung der Informationsbearbeitung beim Lesen und eine langfristige Entwicklung von Lesefreude und Leseinteresse. In unserem Lesekonzept (siehe Anhang) tragen wir dem Rechnung.

4.05 Durchgängige Förderung

Die Grundschule Lindlar-Ost fördert und fordert alle Kinder entsprechend ihren individuellen Ressourcen und ihrem Leistungsvermögen. Die rechtliche Grund-lage hierzu bildet das Schulgesetz und die Richtlinien.

Vielfalt ist als Hausforderung zu verstehen, jedes Kind bezogen auf seine individuellen Stärken und Schwächen durch differenzierten Unterricht und ein an-regungsreiches Schulleben nachhaltig zu fördern. Dies schließt individuelle Hilfen für Kinder mit Lernrückständen oder besonderen Problemen beim Lernen ebenso ein wie die Förderung von besonderen Begabungen und Neigungen.
Das Ziel unserer Schule ist es, den Schüler*innen eine individuelle Förderung zukommen zu lassen, die den Kindern eine erfolgreiche Teilnahme an gemein-samen Unterricht ermöglicht sowie den Aufbau und Weiterentwicklung von Lern-, Arbeits- und Sozialkompetenzen fördert. Die Schüler*innen sollen unter Berück-sichtigung ihrer individuellen Möglichkeiten und Ressourcen so umfassend und gezielt gefördert werden, dass sie ihre Begabungen und Potenziale bestmöglich nutzen und entfalten können. In unserem durchgängigen Förderkonzept (siehe Anhang) haben wir verankert, wie dies an unserer Schule geschieht.

4.06 Fächerübergreifendes Arbeiten

Das Prinzip des fächerübergreifenden Unterrichts zieht sich durch alle vier Grundschuljahre hindurch. Es wird bei geeigneten, häufig sachunterrichtlichen Inhalten verstärkt handlungs- und projektorientiert durchgeführt. Die Prinzipien wie Lebensweltbezug, handlungs- und projektorientiertes und entdeckendes Arbeiten lassen unsere Schüler*innen ganzheitlich lernen und erhalten die Freude am Unterricht.

4.07 Leistungsbewertung

Die Grundschule hat einen Bildungs- und Erziehungsauftrag. Verbindliche An-forderungen der Lehrpläne sind für die Lehrkräfte im Unterricht verpflichtend um-zusetzen. Grundlage der Leistungsbewertung ist §48 Schulgesetz.
Lehren beinhaltet die Vermittlung grundlegender und übertragbarer Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten. Leitendes Prinzip des Unterrichts ist die Berück-sichtigung der Interessenlage und der Erfahrungswelt des Kindes. Darüber hinaus soll das Interesse des Kindes durch unbekannte und fremde Inhalte geweckt werden. Damit die Kinder überhaupt die Möglichkeit haben, in allen Fächern mit-arbeiten zu können, kommt der Entwicklung von Lese- und Schreibkompetenz eine Schlüsselstellung zu.

In der Schuleingangsphase fühlen wir uns einem individuellen Leistungsver-ständnis verpflichtet. Das bedeutet, dass wir im Unterricht von den individuellen Voraussetzungen der Kinder ausgehen, ihr Vorwissen einbeziehen, ihr per-sönliches Arbeitstempo berücksichtigen, ihre Anstrengungsbereitschaft wecken und steigern, ihnen Lernerfolge ermöglichen, sie zur Mitarbeit mit anderen anleiten und diese Fähigkeit ausbauen, ihre Lernfreude durch Anerkennung ihrer Erfolge fördern.
In den Schuljahren 3 und 4 orientiert sich das Leistungsverständnis zunehmend an den Anforderungen. Diese ergeben sich aus den Lehrplänen der einzelnen Fächer. An unserer Schule werden ab Klasse 3 auf den Zeugnissen Noten erteilt.

Grundlage der Leistungsbewertung sind alle von den Schüler*innen im Beurtei-lungsbereich "Schriftliche Arbeiten" und im Beurteilungsbereich "Sonstige Leis-tungen im Unterricht" erbrachten Leistungen. Dies beinhaltet mündliche und prak-tische Beiträge und gelegentliche kurze schriftliche Übungen. Auch die Fähigkeit mit und für andere zu arbeiten findet Berücksichtigung.

In unserem Leistungskonzept (siehe Anhang) wird die Umsetzung dieser Prinzi-pien an der GGS Lindlar-Ost dargelegt.

4.08 Einschulung

Die Gemeinde Lindlar schreibt die Eltern der schulpflichtigen Kinder fristgerecht an. Die Schulpflicht beginnt für Kinder, die bis zum Beginn des 30. September das sechste Lebensjahr vollendet haben, am 1. August desselben Kalenderjahres. Die Anmeldung der Kinder in der Schule muss bis zum 15.11. des Vorjahres erfolgt sein.

Wir legen besonderen Wert auf eine umfassende Erfassung der Schulneulinge bezüglich ihrer Schulfähigkeit bzw. zur Erkennung von Entwicklungsverzögerungen oder sonstigen Defiziten. Dabei geht es nicht um eine Selektion, sondern darum, pädagogische Maßnahmen einzuleiten, die kompensatorisch wirken sollen.

Die konkrete Umsetzung dieses Anspruchs ist unserem Einschulungskonzept (siehe Anhang) zu entnehmen.

4.09 Arbeitsgemeinschaften/außerschulische Aktivitäten

Ihren Neigungen entsprechend sollen die Kinder unserer Schule die Möglichkeit haben, ihre Fähigkeiten in Arbeitsgemeinschaften zu erproben. Wenn die Personalsituation dies zulässt, können wöchentliche Arbeitsgemeinschaften angeboten werden. In der jetzigen Situation, in der bis zum Sommer 2017 keine personellen Veränderungen zu erwarten sind, hat sich das Kollegium dafür ausgesprochen, nach den Osterferien zwei AG's (Bauen mit Holz; Nähen) anzubieten.

Auch ohne AGs bietet die Schule interessante Unternehmungen außerhalb des Schulunterrichts an: u.a. Schlittschuhlaufen, Spielenachmittage, Abenteuerspiel-platz im Freizeitpark, Inliner fahren, Schwimmbadausflug, Klassenfeste, Adventskaffeee, Picknick im Freizeitpark, Lesenacht in der Schule, Bastelnachmittag, Disko, Fahrradtour, Dorf-Rallye, Minigolf, Schlitten fahren, Waldtage, Metabolon (Rutschenberg), Radio Berg "Tag des Mülls".

4.10 Zusammenarbeit im Kollegium

Durch den Prozess der Schulentwicklung, d.h. durch die intensive Arbeit an den Sachthemen hat sich eine neue Kommunikations- und Streitkultur entwickelt, die immer mehr geprägt ist von gegenseitiger Akzeptanz und Kompromissfähigkeit und dem Bemühen, auch bei widersprüchlichen Positionen die Standpunkte ausgiebig und kontrovers zu diskutieren.

So gelingt es uns frühzeitig Widerstände und Vorbehalte sowohl auf der Sach- als auch auf der Beziehungsebene aufzufangen und die Energien der Kolleg*innen konstruktiv und Gewinn bringend mit in den Prozess der Arbeit einzubinden. Kernpunkte unseres kontinuierlichen Miteinanders sind daher:
- methodisch-didaktische Absprachen,
- Klassenstufenteams,
- Ausbildung von LAA,
- Austausch von unterrichtlichem Material,
- Absprachen über Umsetzung der schuleigenen Arbeitspläne,
- kollegiale Fortbildungen (SchiLf),
- individueller Fortbildungen und Weitergabe der Inhalte ins Kollegium,
- Konferenzarbeit
- Kollegiumsausflug

An der GGS Lindlar-Ost arbeiten Schulleitung und Kollegium teamorientiert und kooperativ.

Heutzutage sehen Schulen sich vielfältigen Veränderungsprozessen ausgesetzt, die sie zu bewältigen haben. Diese zu meistern gelingt nur, indem Kollegien ihre Ressourcen als Team nutzen und sich als ein Ganzes verstehen, als ein ge-meinsames "Wir": die Jungen, die Alten, weiblich, männlich, Teilzeit, Vollzeit, jede(r) mit seinen Stärken, Schwächen, Idealen und Neigungen.
Dieses Team muss sich als Mannschaft erfahren, die Teamgeist hat und spürt, dass vielfältige Arbeit im Team
- ökonomischer zu bewältigen ist,
- entlastet und damit auch der Gesundheit gut tut,
- im eigenen Tun bestärkt und
- das eigene Repertoire erweitert.

Für die Entwicklung und Erhaltung des Teamgeistes im Kollegium trägt die Schulleitung maßgeblich Verantwortung, indem sie eine grundsätzlich positive, unterstützende und förderliche Haltung innehält. Deswegen ist die Schulleitung stets bemüht, offen für Ideen und Vorschläge zu sein, genau wie die Schulleitung eine offene Haltung aus dem Kollegium heraus erwarten darf. Die Schulleitung soll unterstützen und fördern, organisieren und gewisse Freiräume schaffen - alles unter der Maßgabe einer positiven Schulentwicklung, welche sich an dem Wohlergehen eines jeden/einer jeden der Schulgemeinde orientiert.

Die Schulleitung bemüht sich klar in der Leitungsrolle zu sein: Sie muss sicher-stellen, dass die Rahmenvorgaben eingehalten werden und allgemeine Ziele, Absprachen und Grundsätze der Arbeit an unserer Schule verbindlich festgelegt werden. Die Schulleitung muss klare Erwartungen formulieren, auf verbindliche Absprachen und Vereinbarungen hinwirken, diese einfordern und kontrollieren. Schulleitung muss aber auch in gleicher Weise zutrauen, anerkennen und loben. Diese Leitsätze versucht die Schulleitung der GGS Lindlar-Ost umzusetzen.

Zusammenfassend orientiert sich das Leitungshandeln der jetzigen Schulleitung an der These von Prof. Dr. Heinz Rosenbusch:
"Erfolgreiches Schulleitungshandeln folgt den gleichen Prinzipien, die auch die Arbeit im Klassenzimmer leiten sollten. Deshalb ist Schulleitungshandeln primär pädagogisch-didaktisches Handeln. Lehrerinnen und Lehrer sollen liebevoll Macht ausüben, ernsthaft Spaß bereiten, locker, effektiv sein, allen zusammen und dennoch auch den Einzelnen gerecht werden. Wer das kann, ist professionell."

Ein Teil der Kommunikationsstrukturen ist die regelmäßig erscheinende Schul-zeitung ‚INFO', die von außen kommende Informationen bündelt, Termine und planerische Vorgaben aufweist, Berichte aus Unterricht und Schulleben enthält und als Sprachrohr den Schüler*innen, den Eltern, der OGS und den Leh-rer*innen offen steht.


4.11 Gemeinsames Lernen

Schulische Inklusion bedeutet Teilhabe aller Schüler*innen - mit oder ohne Beeinträchtigungen -, am gemeinsamen Lernen, Spielen oder Arbeiten. Ziel ist die umfassende Anerkennung und Wertschätzung eines jeden Kindes
Im Hinblick auf die UN-Behindertenkonvention, deren Inhalt in Deutschland seit 2009 verbindlich ist, sind auch wir bestrebt, gesellschaftlichen Wandel mutig und innovativ mit zu gestalten. Unsere Schule soll eine Schule für alle Kinder sein.
Wir wollen uns bei unserer Konzeptarbeit (Konzept zum Gemeinsamen Lernen; siehe Anhang) an dem Index für Inklusion orientieren und Schwerpunkte setzen in den Bereichen:
- Akzeptanz des Anderssein,
- Erweiterung sozialer Kompetenzen,
- Kultivieren von tagtäglich gelebter Toleranz,
- Reflexion inklusiver unterrichtlicher Entwicklungsprozesse

Damit dieses auch zukünftig umgesetzt werden kann, wird es unser Bemühen sein, bestimmte Standards aufrecht zu erhalten:
- enge Zusammenarbeit von Grundschul- und Förderschulkolleg*innen,
- Team-Teaching,
- Bemühen um gute personelle und sächliche Ausstattung,
- Zusammenarbeit mit Förderschulen, Ärzten, Therapeut*innen, Beratungsstellen und Jugendhilfeeinrichtungen.

4.12 Verlässliche Schule

Grundschulen unterliegen einem besonderen Anspruch:

"Mehr als Schulen des tradierten dreigliedrigen Systems müssen sie - insbesondere als offene Ganztagsschulen im Primarbereich - für ihre Schüler*innen und Eltern im Vertretungsfall besondere Antworten finden, um als verlässliche Einrichtung wahrgenommen zu werden.
Hierbei steht die Schüler*innenorientierung im Vordergrund. Um die Kontinuität eines verlässlichen Schulangebots zu sichern, sind vorausschauende gemeinsame inhaltliche Planungen und Absprachen der im Jahrgang unterrichtenden Lehrkräfte von besonderer Bedeutung. Sofern Kommunikation der Beteiligten erst im konkreten Vertretungsfall einsetzt, kann ein kontinuierlicher, verlässlicher und qualitativ hochwertiger Umgang mit Unterrichtsausfall vielfach nicht sichergestellt werden." MSW NRW, Schulische Konzepte zur Vermeidung von Unterrichtsausfall; März 2015

Deswegen formuliert unsere Grundschule mit Bezug auf VV zu §57 Abs. 1 SchulG im Sinne einer "Unterrichtsgarantie" als eigenes Ziel:
Die Erziehungsberechtigten unserer Schüler*innen können sich darauf verlassen, dass ihr Kind nach dem geltenden Stundenplan nach Hause kommt.
Die Organisation von Vertretungssituationen ist unserem Vertretungskonzept (siehe Anhang) zu entnehmen.

4.13 Medieneinsatz

Der Einsatz der "neuen" Medien gewinnt zunehmend Einfluss auf die Lebens-umwelt aller Menschen. Diese Medien sind mittlerweile aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Handys, noch vor fünf Jahren unter Grundschüler*innen der "letzte Schrei", sind durch Smartphones abgelöst, deren Begehrlichkeiten und stete weltumspannende Verfügbarkeit oftmals keine Ruhe mehr lassen. Wichtigs-tes Ziel unserer Medienerziehung ist die Förderung einer breit aufgestellten Medienkompetenz. Diese muss stets aktualisiert werden, denn die Technik unterliegt einem rasanten Wechsel. Dies trifft entsprechend auf unser Medienkonzept zu. Dieses kann in der vorliegenden Fassung kaum mehr umgesetzt werden, da aktuell sowohl die Hardware als auch die Software im Rahmen des Lindlarer Medienentwicklungsplans erneuert wird. Ein erneuertes Medienkonzept wird bis zum Sommer 2018 unter Mithilfe des Medienberaters des Oberbergischen Kreises vom Kollegium der GGS Lindlar-Ost erstellt werden.

4.14 MINT

Ein weiteres Ziel ist unserer Schule ist es, die Kinder für MINT-Fächer (Mathe, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) zu begeistern. Neben großer Sachkom-petenz wollen wir Teamfähigkeit und Sprachbildung fördern und Schüler*innen mit methodischen Arbeitsweisen (Handlungskompetenz) vertraut machen.
Dies geschieht im regulären Unterricht, aber auch darüber hinaus: Seit dem Schuljahr 2014/2015 nehmen wir zusätzlich an dem Projekt TuWaS! (Technik und Naturwissenschaften an Schulen) teil. Unsere Teilnahme wird durch die Bildungs-Stiftung der Kreissparkasse Köln unterstützt.
TuWaS! führt Kinder spielerisch an naturwissenschaftliche und technische Fragen heran. Es ermöglicht ihnen in einem handlungsorientiertem Unterricht forschend zu lernen und zu experimentieren.
Folgende Themen werden angeboten:
- Chemische Tests,
- Bauen und Konstruieren,
- Elektrische Stromkreise,
- Wetter,
- Lebenszyklus eines Schmetterlings,
- Veränderungen und
- Festkörper und Flüssigkeiten.
Die TuWaS!-Schulen und die Lehrkräfte arbeiten kontinuierlich mit TuWaS! zu-sammen. Regelmäßig nehmen wir an Fortbildungen zu den oben genannten Themen teil.

4.15 Demokratisches Lernen

Anstelle von Erziehung zur Demokratie wollen wir durch demokratisches Handeln in Unterricht und Schulleben erziehen. Durch Einrichtungen wie z.B. des Klassenrats und des Schulrats wird demokratisches Verständnis gefördert und können grundlegende demokratische Handlungskompetenzen auf vielfältige Weise und in unterschiedlichen Zusammenhängen gelernt, immer wieder neu erprobt, gefestigt und vertieft werden. Durch diese Erfahrungen in Unterricht und Schulleben wird die Persönlichkeit der Kinder gestärkt. Sie lernen demokratische Werthaltungen wie Solidarität, Verantwortungsbewusstsein, Gerechtigkeit, Toleranz, Zivilcourage kennen, können diese durch die erlebte Praxis verstehen und als eigene Werte annehmen.

Bei den wöchentlichen Sitzungen des Klassenrates können Streit und Probleme oft im gemeinschaftlichen Gespräch gelöst werden. Wir üben mit den Kindern ein:
- eigene Anliegen vorzutragen,
- Anderen zuzuhören,
- Gefühle auszusprechen,
- selbst Lösungen für Probleme zu suchen und
- Toleranz gegenüber anderen Menschen zu üben.
In Zusammenarbeit mit unserer OGS werden Bastelnachmittage für Migrationsfamilien durchgeführt.
Ein besonderes Ziel unserer Schule ist es, die Kinder nicht nur aktiv am Schulle-ben teilhaben, sondern dieses auch aktiv mitgestalten zu lassen.
Jeweils zu Beginn eines Schuljahres wählen die Klassen 2 bis 4 in einem demo-kratischen Verfahren ihre Klassensprecher*innen und deren Vertreter*innen. Regelmäßig erörtert die jeweilige Klasse Probleme und Anliegen, wie z.B.
- der Umgang miteinander,
- die Regeln für die Arbeit in der Klassen und
- die Regeln für das Schulleben.

4.16 Mitbestimmung der Schüler*innen

Wie im Leitbild unserer Schule beschrieben und in unserem Gewaltpräventionskonzept gefordert, sollen unsere Schüler*innen lernen, Verantwortung für eigenes und gemeinsames Handeln zu übernehmen.
So sind Ordnungsdienste in den einzelnen Klassen und im Schulgebäude eingerichtet.

Die Durchführung der Spielgeräteausleihe in den Pausen wird von den 4. Klassen organisiert. In den zweiten, dritten und vierten Jahrgangsstufen werden Klassensprecher*innen gewählt, die folgende Aufgaben wahrnehmen:
" Er/Sie ist Ansprechpartner*in für die ganze Klasse.
" Er/Sie ist Vermittler*in bei Problemen innerhalb der Klassengemeinschaft.
" Er/Sie vertritt Schüler*innen der Klasse.
" Er/Sie spricht für die Klasse (Wünsche oder Probleme).
" Er/Sie nimmt als Stellvertretung der Klasse am Schulrat teil.

Mit Einführung des Klassenrates im Herbst 2015 und der Einführung des Schulrats im Herbst 2016 sollen die Kinder selbst stärker in den Mittelpunkt rücken und die Belange innerhalb ihrer Klassengemeinschaft besprechen. In allen Klassen ist eine feste Stunde für die Durchführung des Klassenrates eingerichtet.

Beginnend im Schuljahr 2016/17 wurde an der GGS Lindlar-Ost ein Schulrat eingerichtet.
Zum praktischen Verfahren des Schulrates:
" Die in den Jahrgängen 2, 3 und 4 gewählten Klassensprecher*innen bilden gemeinsam für ein Schuljahr den Schulrat der Schule.
" Als Elternvertretung nehmen zwei Eltern von der Schulpflegschaft teil.
" Von der OGS nimmt eine Vertretung teil.
" Ein Mitglied der Schulleitung nimmt teil.
" Der Schülerrat tritt ca. alle zwei Monate oder nach Bedarf während der Unterrichtszeit zusammen.

Die Einladung, äußere Organisation und Durchführung der Sitzung übernimmt die Schulleitung. Einladungen gehen schriftlich 7 Tage vor jeder Sitzung an die Mitglieder raus. Über jede Sitzung wird ein Protokoll angefertigt.
" Gegenstand der Treffen sind von den Kindern der einzelnen Klassen vorgebrachte Initiativen, Problemschilderungen oder Verbesserungsvor-schläge, aber auch die Stellungnahme aus Sicht der Schüler*innen zu ak-tuellen Entwicklungen oder Veränderungen im Schulleben.
" Im Schülerrat werden nur Themen und Probleme besprochen, die die ganze Schule betreffen. Die Klassensprecher*innen geben die Ergebnisse der Sitzungen, die in einem Protokoll festgehalten werden, an die eigene Klasse im Rahmen der Klassenratssitzung weiter.
" Diese ersten Regelungen können durch den Schülerrat selbst nach
Zusammentreten ergänzt und modifiziert werden.